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Die Hoflößnitz – das erste zertifizierte ökologisch wirtschaftende Weingut Sachsens

Die Radebeuler Lößnitz im Weinanbaugebiet Sachsen – dem nordöstlichsten Europas übrigens – bildet das Zentrum der Sächsischen Weinstraße. Hier bewirtschaften wir rund 8.5 Hektar Rebland, zum Teil in traditionellem Steillagenweinbau.

Die Güte unseres Weines entsteht zu allererst im Weinberg. Neben ausreichend Sonne und einem geeigneten Boden ist dabei auch die richtige Düngung wichtig. Das war schon vor 300 Jahren bekannt, weswegen Bergverwalter und Winzer der Hoflößnitz seinerzeit aufgefordert wurden, eigens Kühe zu halten, um das Düngerproblem in den Griff zu bekommen. Auch wenn wir heute keine Kühe mehr haben, düngen wir nach wie vor ohne synthetische, leicht lösliche Mehrnährstoffdünger, sondern hauptsächlich mit organischen Substanzen und Gesteinsmehlen, streng nach den Richtlinien des kontrolliert ökologischen Landbaus. Und auch sonst wird bei uns alles getan, um beste – und natürliche – Bedingungen für unsere Reben zu schaffen.

Grüneinsaat und Förderung von Nützlingen

Zwischen den Rebgassen eingesäte Leguminosen (z. B. Kleearten)  binden Luftstickstoff und lassen wertvolle Biomasse entstehen. Die dauerbegrünten Zeilen werden alle 2 − 3 Jahre im Frühjahr umgebrochen, um den Reben Nährstoffe, vor allem Stickstoff und Humus, für den Boden zur Verfügung zu stellen. Im April nach der Winterruhe wird die Winterbegrünung in den Boden eingefräst und stellt somit natürlichen Gründünger dar. Außerdem ziehen die Grüneinsaaten verschiedenste Nützlinge an. Diese vertilgen beispielsweise die Eier des Traubenwicklers, der die Beeren befallen könnte.

Aufbau eines aktiven Bodenlebens


Neben der Förderung von Nützlingen zur weitgehenden Selbstregulierung schädigender Populationen ist ein aktives Bodenleben besonders wichtig. Mirkoorganismen und die Bodenfauna sorgen unter anderem für den Abbau organischer Stoffe, den Nährstoffaufschluss im Erdreich, die Humusbildung und eine lockere Bodenstruktur.

Natürlicher Pflanzenschutz

Zur Gesunderhaltung und Stärkung der Vitalität der Pflanzen sind weitere Pflanzenschutzmaßnahmen unerlässlich. Wir arbeiten dabei vorwiegend mit elementarem Schwefel, Kupfersalzen, Kieselsäure (Wasserglas), Natriumhydrogencarbonat (Backpulver), Tonerden und Kräuterextrakten wie Fenchelöl oder Schachtelhalmextrakt. Diese legen einen Schutzfilm über das Blatt, der beispielsweise das Eindringen von echtem und falschem Mehltau erschwert oder die Pilzsporen abtötet.

Die Auflagen zur ökologischen Wirtschaftsweise werden überwacht von:
Kontrollverein Ökologischer Landbau e. V. DE-ÖKO-022