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Sonderausstellung   

Denkmal, Weinbau & Museum
100 Jahre Hoflößnitz in kommunaler Trägerschaft

Historisch bedeutend ist die Hoflößnitz der „guten alten Zeit“ als Zentrum des Weinbergsbesitzes der Wettiner zwischen Dresden und Meißen seit 1401, durch den Kunstsinn der Kurfürsten Johann Georg I. und II., die sich hier ein Lusthaus errichten und prächtig auszieren ließen, und durch die Feierlust Augusts des Starken und seiner Nachfolger, die dort im 18. Jahrhundert in froher höfischer Runde dem Weingott Bacchus huldigten.
Dass wir uns auch heute noch an diesem wertvollen Baudenkmal erfreuen können, das wie wenige andere wirtschaftshistorische Denkmalensembles vergleichbaren Alters noch immer, oder besser: wieder seiner ursprünglichen Funktion – als aktiv betriebenes Weingut – dient und das älteste Museum Radebeuls beherbergt, ist eine Errungenschaft des 20. Jahrhunderts und der Radebeuler Bürgerschaft.
Aus Anlass des 100. Jahrestages der Übernahme des Schlossgrundstückes der Hoflößnitz in kommunale Trägerschaft lässt die diesjährige Sonderausstellung des Sächsischen Weinbaumuseums die wichtigsten Etappen der jüngeren Geschichte der Anlage seit der Wiederentdeckung des Schlösschens um 1900 Revue passieren.
Die Rettung des Denkmals durch den Hoflößnitzverein und seine bis heute an-dauernde Sanierung, die bedeutende Rolle, die die Hoflößnitz bei der Neubelebung des sächsisches Weinbaues in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts spielte, sowie die Entwicklung der musealen Nutzung der Anlage werden in der Ausstellung anhand zahlreicher Fotos, Dokumente und Sammlungsobjekte anschaulich vor Augen geführt. Die auf der Grundlage ausgedehnter Archivrecherchen entstandenen Ausstellungstexte liefern in elf Unterkapiteln vertiefende Informationen dazu.