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Sonderausstellung

Der Nachtigall leiblicher Bruder

10.11.2024 - 10.11.2024

Als William Byrd 1585 seine musikalische Elegie »Ye sacred Muses, Come down from crystal heav’ns above to earth where sorrow dwelleth« auf den Tod seines Freundes Thomas Tallis komponiert, liegt eine 13-jährige Zeit fruchtbarer Zusammenarbeit in London hinter den beiden Musikern. 1575 hatten sie gemeinsam die Motettensammlung »Cantiones quae ab argumento sacrae vocantur« komponiert und herausgegeben – eine in der Musikgeschichte einzigartige Kooperation. Als »Nightingalls owne brother« – leiblicher Bruder der Nachtigall – wird William Byrd in einem Lobesgedicht gerühmt, das der Virginalmusik-Sammlung »Parthenia« vorangestellt ist.

Die reiche Musikkultur Englands erblühte bereits unter den Tudors und Heinrich VIII., später dann im jakobinischen Zeitalter mit Elizabeth I. als Protagonistin. Zahlreiche Musikdrucke für Adel und wohlhabende Bürger sind Abbild der vielfältigen und reichen Musikkultur; am Hofe herrschte ein internationaler und reger Austausch von Dichtern, Künstlern, Theologen, Wissenschaftlern und Musikern.

Die Traversflöte und das Virginal, eine kleine Bauform des Cembalos, sind bereits im frühen 16. Jahrhundert als beliebte Instrumente am Hof und beim Bürgertum verbreitet. Viele italienische Instrumente fanden ihren Weg nach England, sogar in den Besitz Heinrichs VIII. und Elizabeth I., die selbst darauf musizierten.

Das Programm »Nightingale’s own brother« gibt einen intimen Einblick in diese Musikkultur zwischen englischem Volkslied und komplexem Kontrapunkt. In historischer Manier intabulieren Johanna Bartz, gerade als Professorin an die Hochschule für Musik Genf berufen, und die auf Alte Musik spezialisierte Cembalistin Mira Lange ursprünglich größer besetzte Werke der berühmten englischen Meister William Byrd, Thomas Tallis, Christopher Tye, Thomas Simpson, John Dowland u.a. für Traversflöte und Virginal – inszeniert als vertraute Begegnung zweier Musikerinnen.

 

ASTROPHIL & STELLA

Mira Lange · Virginal
Johann Bartz · Renaissance-Traverso


 

Preise:
Einzelkarten im Vorverkauf 20,00 €,
am Veranstaltungstag ab 15 Uhr 22,00 € und Schüler, Azubis und Studenten 10,00 €

Im Preis enthalten ist die Möglichkeit zum Besuch des Sächsischen Weinbaumuseums am Konzerttag sowie ein Glas Sekt der Hoflößnitz oder wahlweise ein alkoholfreies Getränk, das ab 1 Stunde vor dem Konzert ausgeschenkt wird. Alle Preise inkl. 7 % MwSt.

Der Einlass erfolgt ab 30 min vor Konzertbeginn.

 

Kontakt

Sächsisches Weinbaumuseum

0351 / 839 83 31
info@hofloessnitz.de

Öffnungszeiten

Di – So von 10 bis 18 Uhr

Eintritt 3,50 € pro Person
ermäßigter Eintritt: 2,50 € pro Person
Kinder bis 12 Jahre: Eintritt frei

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