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Sonderausstellung

Hirtenreigen und Schilflieder

07.07.2024 - 07.07.2024

 

Das Programm nimmt die in Briefen und Tagebüchern Cosima Wagners überlieferte Atmosphäre der Hauskonzerte bei den Wagners auf und bringt, anekdotisch gewürzt, Musik von Richard Wagner und Zeitgenossen zu Gehör. Das Verhältnis von Wort und Musik ist dabei zentral.

Die Oboe ist im Zusammenhang mit romantischer Musik nicht das Instrument, an das man zuerst denkt, und doch hat Wagner ihr große Aufgaben zugestanden, ebenso der Althoboe (Englischhorn). Man sagt ihr nach, dass sie der menschlichen Stimme durch ihren Klang und sprechende Artikulation sehr nahe kommt. Die Harfe als mobiles Harmonieinstrument ist gewissermaßen der Salonlöwe schlechthin, natürlich darf sie nicht fehlen!

August Klughardt, in Dessau ansässiger Komponist und Zeitgenosse Wagners, hat in seinen »Schilfliedern« nach Nikolaus Lenau von 1872 die Oboe mit Viola und Klavier kombiniert. Der Klavierpart lässt sich ganz bezaubernd auch auf der Harfe darstellen, eine in der damaligen Zeit übliche Praxis. Interessanterweise schreibt er den Text minutiös in die Instrumentalparts, schien seinen Musikern das sprechende Spiel also zuzutrauen. Antje Thierbach, Eva Curth und Monika Grimm erlauben sich daher, auch wagnerische Lieder instrumental erklingen zu lassen.

Wagner war eine schillernde Persönlichkeit mit mancherlei Obsessionen, aber vor allem visionärer Künstler, Komponist, Dramatiker, Philosoph, Dirigent, Regisseur und Kulturpolitiker. Schon zu Lebzeiten polarisierte er in vielerlei Hinsicht heftig. Selbst unstet und viele Jahre als steckbrieflich gesuchter Revolutionär im Exil, war er einerseits umgeben von jüdischen Förderern und Wegbegleitern wie z. B. Giacomo Meyerbeer und Hermann Levi, was ihm den Beinamen »Rabbi von Bayreuth« einbrachte. Andererseits nährte er Antisemitismus in einer Weise, die im 20. Jahrhundert und bis heute fatal nachwirkt und von der Rezeption seiner Musik schwer zu trennen ist. Felix Mendelssohn Bartholdy beschrieb er auf widersprüchlichste Weise voll Bewunderung und antisemitischem Ressentiment. »Lieder ohne Worte« der Geschwister Felix und Fanny Mendelssohn gehören daher unbedingt ins Programm.

 

Antje Thierbach · Oboe
Franziska Graefe · Violine & Backgroundgesang
Eva Curth · Harfe
Monika Grimm · Viola


 

Preise:
Einzelkarten im Vorverkauf 20,00 €,
am Veranstaltungstag ab 15 Uhr 22,00 € und Schüler, Azubis und Studenten 10,00 €

Im Preis enthalten ist die Möglichkeit zum Besuch des Sächsischen Weinbaumuseums am Konzerttag sowie ein Glas Sekt der Hoflößnitz oder wahlweise ein alkoholfreies Getränk, das ab 1 Stunde vor dem Konzert ausgeschenkt wird. Alle Preise inkl. 7 % MwSt.

Der Einlass erfolgt ab 30 min vor Konzertbeginn.

 

Kontakt

Sächsisches Weinbaumuseum

0351 / 839 83 31
info@hofloessnitz.de

Öffnungszeiten

Di – So von 10 bis 18 Uhr

Eintritt 3,50 € pro Person
ermäßigter Eintritt: 2,50 € pro Person
Kinder bis 12 Jahre: Eintritt frei

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