Warenkorb

Sonderausstellung

Viva Vivaldi

01.11.2020 - 01.11.2020

Die Sonaten für Violine und Basso continuo, die Rahmen und Zentrum des Programms bilden, gehören zu Antonio Vivaldis 1709 publizierter Sonatensammlung Opus 2. In seiner Heimatstadt Venedig leitete Vivaldi damals das Orchester des Ospedale della Pietà, eines Waisenhauses für Mädchen, die er im Violinspiel unterwies. Die vielleicht wichtigste Lebensentscheidung hatte er da bereits getroffen. Nicht im Priesteramt, zu dem er sich früh berufen fühlte, das ihm bald nach der Ordination aber die Brust verengte, wollte er seinem Schöpfer das ihm in die Wiege gelegte Ausnahmetalent danken, sondern durch die Entwicklung dieser Begabung zu vollem Leben. Aus dem Hort der Kirche trat er voll Gott- und Selbstvertrauen ins Licht der Welt, die ihm bald zu Füßen lag.

Von Nazideutschland ins Exil gestoßen wurde 1935 der jüdische Geigenvirtuose Stefan Frenkel, dessen Name nicht zuletzt deshalb auch in Dresden kaum noch ein Begriff ist. Hier wirkte Frenkel von 1924 bis 1927 als Konzertmeister der Philharmonie und gastierte auch später vielfach als gefeierter Interpret vor allem zeitgenössischer Werke. Sein eigenes kompositorisches Schaffen brach nach 1932 ab. In der Hoflößnitz kommt seine Sonate für Violine allein, Opus 1, zu Gehör.

Ein technisch anspruchsvolles Frühwerk ist auch Hans Werner Henzes Serenade für Violoncello von 1949, die – als Teil der sonst verschollenen Schauspielmusik zu Shakespeares »Viel Lärm um nichts« – schon in Richtung Italien weist, Henzes spätere Wahlheimat: viva la vita.

Wolfgang Hentrich ist seit 1996 Konzertmeister der 1. Violinen an der Dresdner Philharmonie. Er gehört verschiedenen namhaften Kammermusikensembles an, lehrt als Honorarprofessor für Violine an der Musikhochschule Dresden und leitet seit 2013 die Deutsche Streicherphilharmonie.

Bernhard Hentrich widmet sich seit dem Zusatzstudium an der Schola Cantorum Basiliensis in Forschung, Lehre und Konzerten hauptsächlich der Historischen Aufführungspraxis. 2017 wurde er zum Professor für Alte Musik an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden berufen.

Wolfgang Hentrich · Violine
Bernhard Hentrich · Violoncello

 


 

Preise:
Einzelkarten im Vorverkauf 18,00 €,
am Veranstaltungstag ab 15 Uhr 19,50 €.
Im Preis enthalten ist ein Glas Sekt der Hoflößnitz oder
wahlweise ein alkoholfreies Getränk. Alle Preise inkl. 5% MwSt.
Der Einlass erfolgt ab 30 min vor Konzertbeginn.

 

Kontakt

Sächsisches Weinbaumuseum

0351 / 839 83 31
info@hofloessnitz.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag / feiertags
10.00 bis 18.00 Uhr

Öffentliche Führungen

Samstag / Sonntag und feiertags 11.00 Uhr

Kontaktübersicht