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Dauerausstellung

850 Jahre Weinbau in Sachsen

Die 2011 neugestaltete Dauerausstellung des Sächsischen Weinbaumuseums gibt in sechs Räumen im Erdgeschoss des Lust- und Berghauses der Hoflößnitz Einblicke in die mehr als 850-jährige Geschichte der Weinkultur in Sachsen. Entsprechend der ursprünglichen Zweckbestimmung des Lusthauses, das im 17. und 18. Jahrhundert regelmäßig Schauplatz höfischer Feste zur Zeit der Weinlese war, bildet die zur Zeit Augusts des Starken begründete Tradition der Winzeraufzüge dabei einen thematischen Schwerpunkt. Leitobjekt ist ein altkoloriertes Exemplar des nach Vorlagen von Moritz Retzsch entstandenen Umrissradierung zum Winzerzug in der Lößnitz am 25. Oktober 1840.

Im ehemaligen Küchengewölbe und im sogenannten Zehrgarten, dem einzigen Raum des Erdgeschosses, in dem die Ausmalung aus der Zeit um 1650 in großen Teilen erhalten blieb, werden herausragende Objekte aus den vielfältigen Sammlungen des Museums präsentiert. Neben Kunstwerken aus der Blütezeit des sächsischen Weinbaues wie dem berühmten Porträt des Bergschreibers der Hoflößnitz Paul Knohll sind unter anderem kostbare Trink- und Schankgefäße sächsischer Provenienz zu sehen. Sachzeugnisse, die von der Wiederbelebung des sächsischen Weinbaues nach der verheerenden Reblauskatastrophe des späten 19. Jahrhunderts künden, runden den historischen Rundgang ab.